Max Brym zu seinem Buch „Oskar Quengels Auftrag: Für Kippenberger bei General von Schleicher“

In München-Schwabing sprachen wir mit dem Publizisten und linken Aktivisten Max Brym über seinen Polit-Agenten-Thriller, antifaschistische Strategien gegen die historischen Nazis – und die heutigen.

Max Brym zu seinem Buch „Oskar Quengels Auftrag: Für Kippenberger bei General von Schleicher“

In deinem letzten Buch, „Oskar Quengels Auftrag“, geht es um einen jungen Kommunisten, der für die KPD der späten 1920er und 30er Jahre bei den Nazis spioniert. Was ist die Ausgangslage des Protagonisten?

Oskar Quengel befindet sich im „Abwehr“-Apparat der damaligen KPD. Er hatte die Aufgabe, feindliche Agenten zu finden und gleichzeitig selber Informationen zu sammeln und Zersetzungsarbeit zu leisten. Der Held hat den Auftrag, an der Spitze der Reichswehr, unter General von Schleicher, scheinbar für die Reichswehr die KPD auszuspionieren. Aber in Wirklichkeit informiert er die KP, was in der Reichswehr los ist, zum Teil auch in der damaligen Nazi-Führung.

Es geht dabei um mögliche Querfront-Strategien, um die Risiken des Faschismus für das Kapital, wie weit ihm zu trauen ist. Und der kommunistische Doppelagent kommt vor der Machtübernahme der Nazis zum Schluss, dass sich sämtliche Kapitalfraktionen auf Hitler verständigen. Weil die Verwertungskrise des Kapitals zu groß war. Man setzte auf die Karte Hitler, um die Verwertungskrise zu lösen, die Arbeiterbewegung vollständig zu zerschlagen und einen neuen Krieg vorzubereiten.

Ein Stichwort, das du genannt hast: Querfront. 1932 gab es einen Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben, der auch im Buch vorkommt. Die Faschist*innen haben ebenfalls zu diesem Streik aufgerufen. Über diese Episode gibt es bis heute eine taktische und strategische Auseinandersetzung…

Bis heute wird der Verkehrsbetriebe-Streik von Bürgerlichen benutzt, um den Kommunisten zu unterstellen, sie hätten mit den Nazis zusammengearbeitet. Das sehe ich nicht so und auch der Romanheld sieht es nicht so. Er geht davon aus, dass über 70 Prozent der Arbeiter bei den Berliner Verkehrsbetrieben für den Streik gestimmt haben. Und nachdem das passiert war, haben sich die Nazis an diesem Streik scheinbar beteiligt.

Die KP hat damals richtig entschieden, den Streik nicht abzubrechen, weil vorher die Nazis immer aktive Streikbrecher gewesen waren. Wenn man den Streik jetzt ihretwegen abgebrochen hätte, könnten sie mit dieser Taktik auf den Streikbruch verzichten.

Du schreibst ja auch darüber, wie sich die Faschist*innen gegenüber der Arbeiter*innenklasse verhalten. Der Romanheld beschreibt, wie er in den Arbeiter*innenvierteln Neuköllns nach der Machtübernahme viele Hakenkreuzfahnen aus den Fenstern hängen sieht. Einige, meint er, waren aus Angst, andere aber auch „echt“. Du schilderst dazu im Roman:

Es hat einen politischen Einbruch der Nazis in die Arbeiterklasse gegeben. Dieser wurde erzwungen durch Terror sowie durch demagogische politische Versprechungen.

Es gab Ende 1932 um die sechs Millionen Arbeitslose in Deutschland. Die Nazis haben versprochen, jeden in Arbeit und Brot zu bringen. Dieses Versprechen haben sie mit einer Verzögerung ab 1935 eingehalten. Aber nicht aufgrund eines sozialpolitischen Programms, sondern aufgrund der Parole „Kanonen statt Butter“, also durch Hochrüstung. Da wurden viele Langzeitarbeitslose dann eingebunden, schlecht bezahlt, aber sie hatten einen Job – für den Krieg.

Schon vor ‘33 hat die NSDAP weitgehend aufgegeben, demagogisch in die roten Arbeiterviertel einzudringen. Es gab relativ geschlossene Viertel, den „roten Wedding“, das „rote Neukölln“, das „rote Ruhrgebiet“. Die Arbeiterbewegung war relativ stabil in der SPD und KPD. Ideologisch da hineinzukommen ist nicht gelungen. Was gelungen ist: die Arbeiterklasse zu desorientieren, sie passiv zu machen, nachdem man nach dem inszenierten Reichstagsbrand die ganze „mittlere Garnitur“ der KPD und SPD verhaftet und in die Lager gebracht hat. Damit war die Vorbereitung auf die Illegalität weg, wie der Roman zeigt.

Nach der Machtergreifung in Bayern am 9. März zum Beispiel hat man um die 3.000 Kommunisten in die SA-Folterkeller und das neuerrichtete Konzentrationslager Dachau gebracht. Es gab dann die noch Kampfbereiten an der Basis und eine Führung, die mit einem falschen theoretischen Konzept in der Luft hing.

Kommen wir zur Gegenseite der Nazis. Wie haben die Organisationen der Arbeiter*innenklasse gegen den Faschismus gekämpft? Der Großteil der Handlung spielt in der Zeit der „Dritten Periode“, in der es die „Sozialfaschismusthese“ gab. Über die Politik der stalinisierten KP von 1930 sagt Oskar Quengel:

Eigentlich wäre es doch vernünftig, mit den Sozis zusammen Abwehrbündnisse gegen die Nazis zu schließen, schoss es mir damals durch den Kopf. Aber für uns waren sie ja Sozialfaschisten. Auf der anderen Seite schloss auch die sozialdemokratische Seite jedes Abkommen mit uns aus. Dabei waren die Plakatkleber der KPD und SPD gleichermaßen von den SA-Schlägern und -Mördern bedroht.

Das schildert doch sehr plastisch die Tragödie, in die die beiden großen Organisationen unserer Klasse brachten. Welche politische Bedeutung hat diese Phase deiner Ansicht nach?

Die damalige KP war durch die Führung Stalins und die Stalinisierung der Kommunistischen Internationale absolut unfähig, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Sie gingen ab 1928 davon aus, dass es aufgrund der eintretenden kapitalistischen Krise zu einem ununterbrochenen revolutionären Aufschwung kommt. Und der Hauptgegner war die Sozialdemokratie, dem man das Attribut „sozialfaschistisch“ anheftete.

Die KP-Politik vor ‘33 war in Bezug auf den Faschismus mehr als irre: Es gab Zentrumsfaschisten, Sozialfaschisten, Hugenberg-Faschisten, Hitler-Faschisten, es gab sogar Trotzki-Faschisten und Brandler-Faschisten. Und da bekommst du natürlich ein Problem. Wenn es nur noch Faschismen gibt, siehst du am Schluss vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Also der eigentliche Faschismus wird nicht mehr erkannt und du führst auch keine Einheitsfront mehr durch.

Die KPD-Führung hat damals gesagt: „Einheitsfront nur von unten.“ Das war ein Ultimatismus. Nicht das Angebot auf Verständigung zu gemeinsamem Aktionen gegen den Faschismus, sondern: Ihr Sozialdemokraten habt euch uns zu unterwerfen! So funktioniert keine Einheitsfront-Politik. Das war ein klarer Bruch zu den Beschlüssen der Kommunistischen Internationale auf ihren ersten vier Weltkongressen.

Es gab ja, dazu kommst du ganz am Ende des Buchs, einen großen Schwenk der Komintern, so lange es sie noch gab: die Volksfront, die Zusammenarbeit mit „progressiven“ Teilen der Bourgeoisie. Wieso auf einmal das scheinbare „Gegenteil“ der Sozialfaschismusthese, wo man nicht einmal mit Arbeiter*innenorganisationen zusammen gegen den Faschismus arbeiten wollte?

Die stalinistische Politik war in Russland wie international geprägt von einem empirischen Zickzackkurs. Heute war das eine richtig, morgen das genaue Gegenteil. Erst wollte man nicht einmal mit anderen Arbeiterorganisationen zusammen Aktionen machen. Ab 1935 machte sich dann eine von Stalin geförderte Strömung bemerkbar, die ein Bündnis mit angeblich fortschrittlichen Teilen der bürgerlichen Klasse forderte.

Das beruhte auf der Faschismus-Definition von Georgi Dimitroff auf dem siebten Weltkongress der Komintern: „Der Faschismus ist die offen terroristische Diktatur der reaktionärsten, imperialistischsten und chauvinistischsten Elemente des Finanzkapitals.“ Aus so einer Definition leitet sich sofort ab, dass es daneben auch einen fortschrittlichen Teil der Bourgeoisie gibt. Das Bündnisangebot auf diesen angeblichen Teil war auf eine längere Periode ausgelegt. Damit schloss es in Frankreich oder Spanien die Möglichkeit auf eine wirklich sozialistische Revolution aus.

Die KPD hat also unter Stalin zwei entscheidende Verbrechen begangen. Sie hat aufgrund der Sozialfaschismusthese den Faschismus in Deutschland unter anderem möglich gemacht. Und sie hat mit der Volksfront sozialistische Möglichkeiten in Frankreich und Spanien verspielt, was wiederum dem Faschismus nutzte.

Ein rotes Spanien 1936 hätte das Kräfteverhältnis in Europa geändert, aber da war man plötzlich Verteidiger des Privateigentums. Die spanischen Bauern hatten kein großes Interesse dafür zu kämpfen. Sie wollten den Boden der Großgrundbesitzer, der wiederum aber war ja vielleicht ein „antifaschistischer“ Bündnispartner. Auch die Arbeiter, speziell in Barcelona, gingen dazu über, die Betriebe unter eigene Regie zu stellen. Die Komintern sagte: Nein, das geht nicht. Wir haben eine Etappe festgelegt. Wir haben dieses Bündnis mit dem Bürgertum, ergo gebt die Fabriken an die Kapitalisten zurück, beschlagnahmt ja kein Land. Das hat sozial den Vormarsch des Faschismus erleichtert.

Die Krux ist, das versuche ich anhand des Romans zu zeigen, dass die stalinistische Politik immer statisch ist, Etappen einhält. Einmal gibt es nur einen revolutionären Aufschwung. Dann gibt es nur noch ein Defensivbündnis, sogar mit der Bourgeoisie.

Wir erleben zurzeit in Europa den Aufschwung rechter Bewegungen und Parteien. Du hast vorhin die Dimitroff-Definition kritisiert. Wie würdest du heutige rechte Gruppierungen wie die AfD oder Pegida charakterisieren?

Ich habe das Buch unter anderem geschrieben, weil ich etwas gegen die „Gegenwartsfanatiker“ habe. Leute, die Erfahrung – und Geschichte ist geronnene Erfahrung – ignorieren. Eine faschistische Bewegung zeichnet sich damals wie heute dadurch aus, dass sie die Arbeiterbewegung radikal attackiert, zum Straßenterror übergeht, dass es für Linke überall brandgefährlich wird. Es gibt heute in Europa natürlich faschistische Bewegungen.

Mir gefällt der Begriff „rechtspopulistisch“ für Parteien wie die AfD nicht, der das „Populäre“ kritisiert. Populär will ich selber sein! Nennen wir sie rassistisch. Sie ist im Übergang zum Faschismus, es ist aber noch unklar, welcher Flügel sich wirklich durchsetzt. Eine Figur wie Björn Höcke (AfD) setzt auf Straßenmobilisierungen, das sagt er auch selber. Sein enger Bündnispartner im Parteivorstand ist Gauland. Es gibt aber auch eine neoliberale, durchaus rassistische aber nicht faschistische Clique um Alice Weidel, oder schwankende Figuren wie Meuthen.

Ist die AfD faschistisch oder nicht? Sie ist im Übergang. Sie jetzt schon als faschistisch zu kennzeichnen, würde bedeuten davon auszugehen, dass überall dort, wo sie stark ist, bereits massiver Terror gegen Linke und Andersdenkende stattfindet. Jetzt gerade testet die AfD aber erst vieles aus. Im Westen gibt es einige, die ein Hugenberg-Konzept haben – aber auch klare Straßenfaschisten, die sich zu Hitler bekennen und Demagogen wie Jürgen Elsässer oder Pegida, die faschistisch sind.

Hier in München fand vom 3. zum 5. Mai der Antifa Kongress Bayern statt, gegen den Widerstand von „Gewerkschaft“ der Polizei (GdP) und DGB-Bundesvorstand im Münchner Gewerkschaftshaus. Dafür hatten sich viele Gewerkschafter*innen und Linke in München eingesetzt.

Vor dem Kongress gab es eine Dauerkundgebung, weil Rechte – Pegida und AfD – ihrerseits Kundgebungen dagegen angemeldet hatten. Von Pegida München kam es zu Terrordrohungen gegen Gewerkschafter*innen und Linke mit Anspielungen auf den NSU und das Oktoberfestattentat…

Das war offen faschistisch. Davon wird sich die AfD auf Dauer nicht distanzieren können. Formal waren die Kundgebungen von AfD und der faschistischen Pegida München getrennt. Aber dadurch, dass man gemeinsam in der gleichen Straße gegen die gleichen Linken und Gewerkschafter*innen demonstrierte, zeigte sich diese enge Verbindung zwischen den beiden Fraktionen.

Eine Prognose: Gauland und Höcke werden sich in der AfD durchsetzen. Dann kann man von einer faschistischen Partei sprechen.

Es gibt verschiedene Vorschläge, wie man mit der AfD „umgehen“ soll. Manche wollen mit ihr reden und nur aufklären. Andere wollen ein Bündnis der „87 Prozent Demokrat*innen“ gegen die AfD, eine Volksfront also. Wieder andere wollen ganz auf sich allein gestellt gegen die AfD kämpfen, in Stellvertretung und ohne die organisierte Arbeiter*innenklasse.

Ich halte es für keine gute Idee, unter dem Motto „München ist bunt“ Flugblätter zu machen, in denen möglichst wenig drin steht, aber dafür dann alle Parteien und Grüppchen drauf sind, von CSU bis DKP. Dann entsteht folgender Effekt: Die Demagogie der Rechten „funktioniert“ insofern, als dass die AfD die einzigen „Alternativen“ zum Establishment sind. Mit Leuten wie Söder Einheit gegen Rechts zu machen, heißt die Verbindung zu sozialen Kämpfen zu negieren.

Auf der anderen Seite lehne ich eine ultralinke Politik ab, wie ich sie in bestimmten Kaffeehäusern habe. Da gibt es eine bestimmte Gruppenidentität, die sich durch möglichst unverständlichen Ausdruck und eine einheitliche Kleidung auszeichnet. Diese Leute lehnen jegliche Einheitsfront-Politik mit anderen Linken ab.

Man muss das demokratische Spektrum, das sich noch irgendwie auf die Arbeiterbewegung stützt, zusammenbringen. Wann wird wo blockiert, wann schlagen wir wo wie gemeinsam gegen die Nazis zu, dazu brauchen wir eine Einheit. Gleichzeitig braucht es Agitationsfreiheit der verschiedenen Gruppen, ohne dass das als Bruch vom Bündnis interpretiert wird. Die Diskussion verschiedener Strategien ist notwendig und läuft der Einheitsfront nicht zuwider.

Danke für deine Einschätzungen! Was wird dein nächstes Buch?

Das nächste Buch spielt 1933 bis 1938 in Bayern, wieder ein Polit-Agenten-Thriller: „Verrat in München und Burghausen“. Es geht um Verrat innerhalb der KPD Südbayern. Und die Gruppe „Neu beginnen“ wird eine Rolle spielen.

Max Brym (2017): Oskar Quengels Auftrag: Für Kippenberger bei General von Schleicher. Erhältlich bei bookra. 149 Seiten.

 

 

aus https://www.klassegegenklasse.org/interview-mit-max-brym-ist-die-afd-faschistisch-oder-nicht-sie-ist-im-uebergang/

 

 

 

Sehr geehrter Herr Brym, ich bin 80 Jahre alt und habe ihr Buch „ Oskar Quengels Auftrag- Für Kippenberger bei General von Schleicher“ gelesen. Kompliment. Ich wurde im Osten Deutschlands groß, ihr Buch hat mir neue Zugänge zur Geschichte des deutschen Kommunismus, sowie des Kampfes gegen den Faschismus verschafft. Ihr Roman ist ein historisches Dokument ohne jegliche Heldenverehrung. Sie zeigen tapfere Klassenkämpfer in ihrem Widerspruch, Klar benennen Sie Fehler und Irrtümer bei deutschen Kommunisten. Die Verantwortung der damaligen Komintern Führung für die falsche Politik der KPD wird deutlich gemacht. Neu war mir ihre Darstellung der Neumann – Remmele Opposition, gegen die falsche Politik Stalins. Ich musste einiges nachlesen um Ihnen zu glauben. Aber es war wirklich so- Neumann wollte den Faschismus militant bekämpfen selbst auf die Gefahr einer Niederlage hin. Das war mir neu. Vielen Dank für ihre Ausführungen in dem Buch. Grundsätzlich finde ich Ihre Idee gelungen einen fiktiven Helden im Rahmen realer Geschehnisse wirken zu lassen. Ich finde es auch gelungen die Brandler Thalheimer Gruppe (KPO), die Versöhnler und die Trotzkisten in dem Buch vorkommen zu lassen. Alle hatten eine klarere Vorstellung über den Kampf gegen den Faschismus als die letzte KPD Führung in der Weimarer Republik. Dennoch findet bei Ihnen keine Negation der Person Ernst Thälmanns statt. Sie schildern ihn als ehrlich und kämpferisch. Allerdings gehorchte er zu stark der damaligen Moskauer Führung. Geschichte ist geronnene Erfahrung. Sie muss gekannt werden. Ihr Buch ist ein wertvoller Beitrag dazu. Ich befürchte nur, dass das Buch in ihrer Partei „ Die Linke“ wenig Leser finden wird. Diese Partei bezieht sich nicht mehr positiv auf den Klassenkampf sondern ist in weiten Teilen „ pragmatisch“ auf das Parlament fixiert. Wie Klassenbewusstsein entwickelt werden kann interessiert nur noch wenige. Viele wähnen sich in einer sogenannten „Zivilgesellschaft“ ohne Orientierung auf die Arbeiterklasse als revolutionäres Subjekt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Paul L Fürstenwalde ( geläutertes Ex SED Mitglied und Parteilehrer aber immer noch Revolutionär)

 

Ma Brym Den schönen Text habe ich privat beantwortet. Ihr dürft jetzt auch etwas lernen und mich noch reicher machen. PS: Ich schreib schon wieder ein neues Buch- Titel „ Mao und Ulbricht in Südbayern“. Bis es fertig ist im Januar 2018 bestellt das oben rezensierte Buch Viele Grüße

 

Bestellungen http://www.bookra-verlag.de/b16.html

 

 Zur Geschichte der KPD 

 

Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) wurde schon Anfang der dreißiger Jahre zum ersten Opfer der Nazis. Viele revolutionäre Arbeiter wurden von der SA verfolgt, terrorisiert, gefoltert und ermordet, tausende Verhaftungen folgten nach der Machtergreifung Hitlers. Nachdem in der Weimarer Republik ein Präsidialkabinett unter Brüning, sowie später unter von Papen und von Schleicher errichtet wurde, löste dieser Prozess bei der KPD zu Recht Sorgen einer zunehmenden, teils schon sehr fortgeschrittenen Faschisierung aus. Fehler muss die KPD sich aber dann anrechnen lassen, als der wirkliche Faschismus kam und sie ihre Politik zunächst unbeirrt fortsetzte und damit den Nazis ins offene Messer rannte. Einer dieser Fehler war auch die Sozialfaschismusthese, welche teilweise noch bis ins Jahr 1935 bei der KPD Bestand hatte und unbestritten eine Auswirkung auf die Lähmung der Arbeiterbewegung erzielte. Man verstand schon, dass die Faschisten die physische Vernichtung der linken Arbeiterbewegung anstrebten, wollte aber dennoch keine großen Unterschiede zum sogenannten „Sozialfaschismus“ sehen. Ungeachtet dessen gab es innerhalb der KPD verschiedene Strömungen, welche Max Brym in seinem neuen Buch „Oskar Quengels Auftrag: Für Kippenberger bei General von Schleicher“ (ISBN: 978-3943150179) auch eindrucksvoll darstellt. Das Buch stellt das Ende der Weimarer Republik und den Beginn des Faschismus aus einer sehr interessanten und teils neuen Perspektive dar. Oskar Quengels berichtet in Form von Briefen an seinen Vater von seiner Funktion als Doppelagent, wobei er für den KPD-Funktionär Kippenberger eine Zeit lang im Reichswehrministerium unter General von Schleicher arbeitete, um diesem wiederum teils wahre, halbwahre und falsche Informationen über die KPD und ihre wichtigsten Funktionäre zu liefern. Die Briefe wurden vor nicht allzu langer Zeit in einem Haus in der Kirchgasse in Berlin auf einem Dachboden gefunden und gelangten nun in die Hände des Buchautors Max Brym. Nach von Schleicher ergriff Hitler die Macht und Oskar Quengel arbeitete weiter für den Nachrichtendienst der KPD, indem er u.a. Verbindungen in die oberste SA- Führung hatte. Quengel stand dabei politisch gesehen stets auf der linken Seite und war überzeugt, durch seine Tätigkeit als Doppelagent der Weltrevolution wichtige Dienste zu erweisen. Doch sein Ansehen innerhalb der KPD änderte sich. Das politische Leben von Oskar Quengel endete im Selbstmord. Historisch sehr brisant und spannend geschrieben, ist die ganze Geschichte in dem Buch von Max Brym nachzulesen. Es ist auch das Aufleben von historisch bekannten, aber auch mir bislang unbekannten Personen, die das Buch so einzigartig machen. Den fairen Umgang im Buch mit „Teddy“ Ernst Thälmann rechne ich dem Autor hoch an. Ein weiteres wichtiges Thema, welches man herauslesen kann, ist die Frage der Querfrontkonzeption, die in Kreisen von sog. Linken noch heute vorkommt. Am Ende ist es aber General von Schleicher gewesen, der mit seiner Querfrontkonzeption der betrogene Betrüger war. Rezension von Ricky Burzlaff Leipzig

 

Bestellungen unter http://www.bookra-verlag.de/b16.html

Sehr geehrter Herr Brym, ich bin 80 Jahre alt und habe ihr Buch „ Oskar Quengels Auftrag- Für Kippenberger bei General von Schleicher“ gelesen. Kompliment. Ich wurde im Osten Deutschlands groß, ihr Buch hat mir neue Zugänge zur Geschichte des deutschen Kommunismus, sowie des Kampfes gegen den Faschismus verschafft. Ihr Roman ist ein historisches Dokument ohne jegliche Heldenverehrung. Sie zeigen tapfere Klassenkämpfer in ihrem Widerspruch, Klar benennen Sie Fehler und Irrtümer bei deutschen Kommunisten. Die Verantwortung der damaligen Komintern Führung für die falsche Politik der KPD wird deutlich gemacht. Neu war mir ihre Darstellung der Neumann – Remmele Opposition, gegen die falsche Politik Stalins. Ich musste einiges nachlesen um Ihnen zu glauben. Aber es war wirklich so- Neumann wollte den Faschismus militant bekämpfen selbst auf die Gefahr einer Niederlage hin. Das war mir neu. Vielen Dank für ihre Ausführungen in dem Buch. Grundsätzlich finde ich Ihre Idee gelungen einen fiktiven Helden im Rahmen realer Geschehnisse wirken zu lassen. Ich finde es auch gelungen die Brandler Thalheimer Gruppe (KPO), die Versöhnler und die Trotzkisten in dem Buch vorkommen zu lassen. Alle hatten eine klarere Vorstellung über den Kampf gegen den Faschismus als die letzte KPD Führung in der Weimarer Republik. Dennoch findet bei Ihnen keine Negation der Person Ernst Thälmanns statt. Sie schildern ihn als ehrlich und kämpferisch. Allerdings gehorchte er zu stark der damaligen Moskauer Führung. Geschichte ist geronnene Erfahrung. Sie muss gekannt werden. Ihr Buch ist ein wertvoller Beitrag dazu. Ich befürchte nur, dass das Buch in ihrer Partei „ Die Linke“ wenig Leser finden wird. Diese Partei bezieht sich nicht mehr positiv auf den Klassenkampf sondern ist in weiten Teilen „ pragmatisch“ auf das Parlament fixiert. Wie Klassenbewusstsein entwickelt werden kann interessiert nur noch wenige. Viele wähnen sich in einer sogenannten „Zivilgesellschaft“ ohne Orientierung auf die Arbeiterklasse als revolutionäres Subjekt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Paul L Fürstenwalde ( geläutertes Ex SED Mitglied und Parteilehrer aber immer noch Revolutionär)

 

Ma Brym Den schönen Text habe ich privat beantwortet. Ihr dürft jetzt auch etwas lernen und mich noch reicher machen. PS: Ich schreib schon wieder ein neues Buch- Titel „ Mao und Ulbricht in Südbayern“. Bis es fertig ist im Januar 2018 bestellt das oben rezensierte Buch Viele Grüße

 

Bestellungen http://www.bookra-verlag.de/b16.html

 

 Zur Geschichte der KPD 

 

Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) wurde schon Anfang der dreißiger Jahre zum ersten Opfer der Nazis. Viele revolutionäre Arbeiter wurden von der SA verfolgt, terrorisiert, gefoltert und ermordet, tausende Verhaftungen folgten nach der Machtergreifung Hitlers. Nachdem in der Weimarer Republik ein Präsidialkabinett unter Brüning, sowie später unter von Papen und von Schleicher errichtet wurde, löste dieser Prozess bei der KPD zu Recht Sorgen einer zunehmenden, teils schon sehr fortgeschrittenen Faschisierung aus. Fehler muss die KPD sich aber dann anrechnen lassen, als der wirkliche Faschismus kam und sie ihre Politik zunächst unbeirrt fortsetzte und damit den Nazis ins offene Messer rannte. Einer dieser Fehler war auch die Sozialfaschismusthese, welche teilweise noch bis ins Jahr 1935 bei der KPD Bestand hatte und unbestritten eine Auswirkung auf die Lähmung der Arbeiterbewegung erzielte. Man verstand schon, dass die Faschisten die physische Vernichtung der linken Arbeiterbewegung anstrebten, wollte aber dennoch keine großen Unterschiede zum sogenannten „Sozialfaschismus“ sehen. Ungeachtet dessen gab es innerhalb der KPD verschiedene Strömungen, welche Max Brym in seinem neuen Buch „Oskar Quengels Auftrag: Für Kippenberger bei General von Schleicher“ (ISBN: 978-3943150179) auch eindrucksvoll darstellt. Das Buch stellt das Ende der Weimarer Republik und den Beginn des Faschismus aus einer sehr interessanten und teils neuen Perspektive dar. Oskar Quengels berichtet in Form von Briefen an seinen Vater von seiner Funktion als Doppelagent, wobei er für den KPD-Funktionär Kippenberger eine Zeit lang im Reichswehrministerium unter General von Schleicher arbeitete, um diesem wiederum teils wahre, halbwahre und falsche Informationen über die KPD und ihre wichtigsten Funktionäre zu liefern. Die Briefe wurden vor nicht allzu langer Zeit in einem Haus in der Kirchgasse in Berlin auf einem Dachboden gefunden und gelangten nun in die Hände des Buchautors Max Brym. Nach von Schleicher ergriff Hitler die Macht und Oskar Quengel arbeitete weiter für den Nachrichtendienst der KPD, indem er u.a. Verbindungen in die oberste SA- Führung hatte. Quengel stand dabei politisch gesehen stets auf der linken Seite und war überzeugt, durch seine Tätigkeit als Doppelagent der Weltrevolution wichtige Dienste zu erweisen. Doch sein Ansehen innerhalb der KPD änderte sich. Das politische Leben von Oskar Quengel endete im Selbstmord. Historisch sehr brisant und spannend geschrieben, ist die ganze Geschichte in dem Buch von Max Brym nachzulesen. Es ist auch das Aufleben von historisch bekannten, aber auch mir bislang unbekannten Personen, die das Buch so einzigartig machen. Den fairen Umgang im Buch mit „Teddy“ Ernst Thälmann rechne ich dem Autor hoch an. Ein weiteres wichtiges Thema, welches man herauslesen kann, ist die Frage der Querfrontkonzeption, die in Kreisen von sog. Linken noch heute vorkommt. Am Ende ist es aber General von Schleicher gewesen, der mit seiner Querfrontkonzeption der betrogene Betrüger war. Rezension von Ricky Burzlaff Leipzig

 

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Wer sich des Vergangenen nicht erinnert“

 

Hallo Max zu deinem Buch „ Oskar Quengels Auftrag – Für Kippenberger bei General von Schleicher“ möchte ich dir gratulieren. Wir kennen uns ja ziemlich gut. Wie du weißt hab ich als Kind den Holocaust überlebt. Auch deinen verstorbenen Vater als Überlebenden der Shoah kannte ich. Dich lässt die Geschichte nicht los. Du bist und bleibst ein linker deutscher Jude und das ist gut so. Die Fehler der Vergangenheit im Kampf gegen Nazis und Faschismus dürfen sich nicht wiederholen. Die KPD wollte einst gegen den Faschismus kämpfen und viele Mitglieder der KPD taten dies auch. Allein in Bayern wurden 5.000 Kommunisten nach dem Reichstagsbrand im März -April 1933 inhaftiert. Das waren die Hälfte der damaligen Mitglieder. Du zeigst in deinem Buch ganz wunderbar den verzweifelten Kampf vieler ehrlicher Arbeiter gegen den Faschismus. Aber die Linie der KPD war falsch. Dein Buch ist auch sehr aktuell. Auch heute gibt es Querfronten und einen falsch verstandenen Antikapitalismus. Neu war mir, dass neben der Linken KPD Opposition (Trotzkisten) und den damaligen sogenannten „Rechten“ um Brandler und Thalheimer (KPDO) auch letztendlich, der ehemalige Jünger Stalins Heinz Neumann und Hermann Remmele, einen entschiedenen Kampf gegen den Faschismus forderten statt einfach in die Illegalität abzutauchen. Beim lesen des Buches kahm mir immer wieder der Gedanke ob sich wohl heute soviel „Linke“ finden würden welche aktiven Widerstand betreiben würden. Ich denke eher nicht. Hoffnung macht mir allerdings ein Teil der Antifajugend. Ich wünsche dir alles GUTE und deinem Buch viele Leser

 

Alexandra Cohen

 

Danke und Shalom liebe Alexandra

Max

 

 

 

Bestellungen unter http://www.bookra-verlag.de/b16.html

Foto Max Brym

 

Bildergebnis für Foto Max Brym

 

 

 

Rote Sterne auf schwarzem Grund…

von Jonas Bokelmann

Die altbayerische Provinz ist wohl kaum, was man eine linke politische Landschaft nennen könnte, halbherzig separatistisch zwar, aber deshalb schon das Katalonien Deutschlands? Eher nicht! Selten ist sie Gegenstand emotional geführter Meinungsstreits und noch viel seltener steht sie im Mittelpunkt linker Geschichtsschreibung. Klar richtet sich das Augenmerk zu bestimmten Jahrestagen auf die Münchner Räterepublik mit ihren Ausläufern bis ins Dachauer Hinterland und, freilich wissen auch Spätgeborene noch die Hieroglyphe „WAA“ Wackersdorf zuzuordnen, einer Art Oberbegriff für „großes Festival langer Haare und Bärte“ und Feldschlachten mit Ordnungshütern in Polaroid. Aus http://das-blaettchen.de/2014/12/rote-sterne-auf-schwarzem-grund%E2%80%A6-31246.html 

 

 

 

Ein wichtiges antifaschistisches Buch von Max Brym erschienen

24.03.17

 

 

Von Agron Sadiku

Im Bookra-Verlag in Leipzig erschien rechtzeitig zur Buchmesse in Leipzig ein spannendes Buch von Max Brym, als historischer Roman. . Das Buch hat den Titel : „ Oskar Quengels Auftrag- Für Kippenberger bei General von Schleicher „ Alle Personen im Buch bis auf den Helden haben wirklich gelebt, gewirkt und existiert. Der Autor kennt sich hervorragend aus, was die Geschichte der KPD, der Weimarer Republik und des Hitlerfaschismus angeht. Irrtümer und Fehler der Arbeiterbewegung werden klar benannt. Historische Persönlichkeiten wie Willi Münzenberg, Heinz Neumann, Hans Kippenberger, aber auch Leo Sedow, sowie Personen aus der „ linken“ und „rechten Opposition „ der KPD werden wieder lebendig. Darunter Heinrich Brandler, Ernst Meyer aber auch Werner Scholem ( Bruder des jüdischen Religionshistorikers Gershom Scholem) und Anton Grylewicz
Der Held des Romans ist ein „ Doppelagent“ im Auftrag der KPD. Er arbeitet scheinbar für den General von Schleicher und hat viele wichtige Erkenntnisse über die damalige Querfrontstrategie der sogenannten „konservativen Revolutionäre“ an seinen Chef Hans Kippenberger geliefert. Nach dem Machtantritt Hitlers ist er weiter für den Nachrichtenapparat der KPD tätig Er arbeitet mit daran den Reichstagsbrandprozess als Provokation der Nazis zu entlarven. Letztendlich gerät Quengel in Widerspruch zum Stalinismus. Er schwankt zwischen dem Trotzkismus und seinen Freunden Leo Flieg, Willi Münzenberg und Leo Roth, hin und her. Besondere Probleme hat er mit dem damaligen KP Spitzenfunktionär Herbert Wehner. Das Buch ist spannend und liefert besonders für hier und heute wichtige Erkenntnisse zur Frage, was ist Faschismus, rechte Querfront und welche Fehler sollte man im Kampf dagegen vermeiden.


Die Unterschätzung des Antisemitismus

In dem Buch wird klar nachgezeichnet, wie sehr nicht nur die damalige jüdische Gemeinde in Deutschland den mörderischen Antisemitismus der Nazis vor 1933 unterschätzte. „ „Es wird schon nicht so schlimm kommen“ oder „ nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird“ war eine weit verbreitete Meinung, bei vielen deutschen Juden. Auch in der Arbeiterbewegung betrachteten viele den Antisemitismus der Nazis nur als „ billiges Ablenkungsmanöver“. Der Held des Romans hatte ziemlich früh eine andere Meinung. Auch der KPD Spitzenfunktionär Hermann Remmele welcher 1932 seine Spitzenfunktion verlor waren anderer Ansicht. Remmele wird im Original zitiert. Besonders aufschlussreich ist die Beschreibung der damaligen Querfrontstrategie der Brüder Strasser, Ernst Jüngers, von Ernst Niekisch und des Generals von Schleicher. Auffallend ist im historischen Vergleich, um wie viel stärker heute die Querfront als rechtes Konzept in Teile der bundesdeutschen Linken hineinwirkt. Die Arbeiterbewegung der Weimarer Republik war dagegen viel immuner. Was nichts an den damaligen Fehlern der KPD ändert, darum geht es in der Hauptseite. Das Buch ist sehr zu empfehlen.


Bestellungen unter https://www.amazon.de/Oskar-Quengels-Auftrag-Kippenberger-Schleicher/dp/3943150178/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1490081923&sr=8-1&keywords=oskar+quengel oder beim Verlag http://www.bookra-verlag.de/b16.html sowie in jeder Buchhandlung. Das Buch kostet 11€90

 

 

Ein wichtiges antifaschistisches Buch von Max Brym erschienen



 

 

Von Agron Sadiku

Im Bookra-Verlag in Leipzig erschien rechtzeitig zur Buchmesse in Leipzig ein spannendes Buch von Max Brym, als historischer Roman. . Das Buch hat den Titel : „ Oskar Quengels Auftrag- Für Kippenberger bei General von Schleicher „ Alle Personen im Buch bis auf den Helden haben wirklich gelebt, gewirkt und existiert. Der Autor kennt sich hervorragend aus, was die Geschichte der KPD, der Weimarer Republik und des Hitlerfaschismus angeht. Irrtümer und Fehler der Arbeiterbewegung werden klar benannt. Historische Persönlichkeiten wie Willi Münzenberg, Heinz Neumann, Hans Kippenberger, aber auch Leo Sedow, sowie Personen aus der „ linken“ und „rechten Opposition „ der KPD werden wieder lebendig. Darunter Heinrich Brandler, Ernst Meyer aber auch Werner Scholem ( Bruder des jüdischen Religionshistorikers Gershom Scholem) und Anton Grylewicz
Der Held des Romans ist ein „ Doppelagent“ im Auftrag der KPD. Er arbeitet scheinbar für den General von Schleicher und hat viele wichtige Erkenntnisse über die damalige Querfrontstrategie der sogenannten „konservativen Revolutionäre“ an seinen Chef Hans Kippenberger geliefert. Nach dem Machtantritt Hitlers ist er weiter für den Nachrichtenapparat der KPD tätig Er arbeitet mit daran den Reichstagsbrandprozess als Provokation der Nazis zu entlarven. Letztendlich gerät Quengel in Widerspruch zum Stalinismus. Er schwankt zwischen dem Trotzkismus und seinen Freunden Leo Flieg, Willi Münzenberg und Leo Roth, hin und her. Besondere Probleme hat er mit dem damaligen KP Spitzenfunktionär Herbert Wehner. Das Buch ist spannend und liefert besonders für hier und heute wichtige Erkenntnisse zur Frage, was ist Faschismus, rechte Querfront und welche Fehler sollte man im Kampf dagegen vermeiden.


Die Unterschätzung des Antisemitismus

In dem Buch wird klar nachgezeichnet, wie sehr nicht nur die damalige jüdische Gemeinde in Deutschland den mörderischen Antisemitismus der Nazis vor 1933 unterschätzte. „ „Es wird schon nicht so schlimm kommen“ oder „ nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird“ war eine weit verbreitete Meinung, bei vielen deutschen Juden. Auch in der Arbeiterbewegung betrachteten viele den Antisemitismus der Nazis nur als „ billiges Ablenkungsmanöver“. Der Held des Romans hatte ziemlich früh eine andere Meinung. Auch der KPD Spitzenfunktionär Hermann Remmele welcher 1932 seine Spitzenfunktion verlor waren anderer Ansicht. Remmele wird im Original zitiert. Besonders aufschlussreich ist die Beschreibung der damaligen Querfrontstrategie der Brüder Strasser, Ernst Jüngers, von Ernst Niekisch und des Generals von Schleicher. Auffallend ist im historischen Vergleich, um wie viel stärker heute die Querfront als rechtes Konzept in Teile der bundesdeutschen Linken hineinwirkt. Die Arbeiterbewegung der Weimarer Republik war dagegen viel immuner. Was nichts an den damaligen Fehlern der KPD ändert, darum geht es in der Hauptseite. Das Buch ist sehr zu empfehlen.


Bestellungen unter https://www.amazon.de/Oskar-Quengels-Auftrag-Kippenberger-Schleicher/dp/3943150178/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1490081923&sr=8-1&keywords=oskar+quengel oder beim Verlag http://www.bookra-verlag.de/b16.html sowie in jeder Buchhandlung. Das Buch kostet 11€90

 

 

 

 

 

Oskar Quengels Auftrag Für Kippenberger bei General Schleicher

 

 Ein etwas anderes Buch zur Geschichte der Arbeiterbewegung von Max Brym . Es geht um die Politik der KPD und speziell ihres Nachrichtendienstes.Personen wie Hans Kippenberger, Heinz Neumann, oder Willi Münzenberg werden wieder lebendig. Aber auch oppositionelle Kommunisten von Heinrich Brandler bis zu den damaligen linken trotzkistischen Gruppen in Deutschland. Der Held des Romans arbeitet als Doppelagent für die KPD bei General von Schleicher. Dargestellt wird u.a. die damalige rechte Querfrontstrategie. Deutlich wird, dass sowohl KPD wie SPD, den Antisemitismus der Nazis vor 1933 als lediglich taktisches Phänomen der Nazipartei in seiner mörderischen Konsequenz unterschätzten.  Es ist ein Buch gegen die Gegenwartsfanatiker. Aus historischen Erfahrungen muss gelernt werden. Über Bestellungen und eure Meinung würde sich der Autor  freuen. http://www.bookra-verlag.de/b16.html

 

Leseauszug noch ohne Lektorat aus dem neuen Buch von Max Brym. Noch ohne Lektorat im Buch mit Lektorat 
Vorwort Ein Haus in der Kirchgasse
In Berlin in einem Haus in der Kirchgasse wurden kürzlich die Böden erneuert. Arbeiter entdecken beim herausreißen einer Bodendiele ein leicht vergilbtes Bündel, in dem Bündel steckte ein Text welcher die Überschrift hatte:“ Brief an meinen Vater“ . Ein Arbeiter wollte das Notizbuch mit dem Text entsorgen ein anderer meinte „man sollte sich das nochmal anschauen“, denn der Text war maschinengeschrieben und leicht lesbar. Der umfangreiche Brief endeten im Jahr 1938. Nun bin ich im Besitz des Schriftstückes und werde es publizieren. Denn der „Brief an den Vater“, stammt von einem gewissen Oskar Quengel , von dem wir nicht genau wissen ob er so hieß . Der Inhalt des Schriftstückes ist zeitgeschichtlich mehr als relevant. Oskar Quengel beschreibt seinen Lebenslauf als Doppelagent. Er arbeitete für den KPD Funktionär Hans Kippenberger, längere Zeit für das Reichswehrministerium direkt unter General Schleicher. Nachdem General Schleicher, als letzter Kanzler Weimarer Republik, durch Hitler und die faschistische Diktatur ersetzt wurde wirkte Quengel weiter für den Nachrichtendienst der KPD, er hatte unter anderem Verbindungen in die oberste SA- Führung. Immer stand Quengel links und war der Meinung durch seine Tätigkeit als Doppelagent der, Weltrevolution wichtige Dienste zu erweisen. In der Emigration in Paris wurde Quengel allerdings vom Militärapparat der KPD abgehängt. In den illegalen Rundbriefen wurde er als Renegat bezeichnet. Das politische Leben von Oskar Quengel endete im Selbstmord. Vorher machte sich der Autor der gefundenen Schrift an seinen Vater Luft. Sein Vater ebenfalls ein Mitglied der KPD lebte damals in Berlin Neukölln in der Kirchgasse. Wie die Briefe transportiert wurden muss ein Rätsel bleiben. Allerdings geben wir hier der fiktiven oder realen Gestalt von Oskar Quengel ausgiebigen Raum, um der heutigen Generation etwas über die damalige dramatische deutsche Geschichte zu erzählen.


Für Kippenberger bei General von Schleicher - Briefe an meinen Vater

Mein lieber Vater ich muss dir einfach schreiben. Ich bin ausgelaugt und am Ende. Wir schreiben jetzt den August 1938. Wieder konnte ich kaum schlafen und wenn ich schlafe sehe ich lauter Tote, oder noch herumlaufende kommende Tote vor mir. Meine Nerven spielen verrückt. Ich träume von Hans Kippenberger, Leo Roth, Heinz Neumann, Leo Trotzki oder dem General von Schleicher. Du wirst dich sich sicher fragen wie ein solches Potpourri von unterschiedlichen Personen in mein Gehirn hinein kommt und mich martert. Ich bin dir in der Tat einige Erklärungen schuldig. Vorher solltest du wissen dass ich dich immer respektierte und ein großzügiges Arbeiterherz und deine Gesinnung schätzte und teilte. Dies obwohl du seit 1915 von mir noch spärlich Nachrichten erhalten hast. Du hast dich als kleiner KPD Funktionär sicher gefragt was dein Sohn so treibt und warum wir keinen intensiven Kontakt hatten . Ich will dir alles erklären und dir Mut geben damit du und meine geliebte Mutter, die faschistische Nacht übersteht. Meine Nerven hingegen liegen blank. Bitte verzeih mir -dein Sohn den du oft ein Nervenbündel nanntest- kann nicht mehr. Mein Leben werde ich in dieser Nacht beenden.
Meine Geschichte

Ich arbeitete mit Herz und Hand im „ Geheimen“ für die Ziele, die uns einst Luxemburg und Liebknecht, sowie Lenin wiesen. Allerdings tat ich das an einer Stelle, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen durften. Ab Anfang 1929 arbeitete ich für den Militärapparat der KPD in geheimer Mission im Reichswehrministerium. Ich war direkt dem Leiter des Nachrichten und Militärapparats der KPD Hans Kippenberger, unterstellt. Damit die Abwehr der Reichswehr glaubte ich würde für sie Dienste und Aufträge übernehmen musste ich bestimmte Kontakte abbrechen. Offiziell war ich Mitarbeiter von Willi Münzenberg dem Herausgeber der " Arbeiter Illustrieren Zeitung". Die Abwehr der Reichswehr glaubte ich wäre für sie dort tätig. Ende des Jahres 1928 sprach mich ein gewisser Herr Rath in einem Lokal in Neukölln an. Der Herr fragte ob ich denn zufrieden sei mit meinem Leben, meiner Position und mit meinem Verdienst. Ich versuchte den Herrn abzuwimmeln, denn ich hatte den dringlichen Verdacht dass er für die politische Polizei des preußischen Staates arbeitete . Diese Geschichte erzählte ich meinem Vorgesetzten dem bekannten kommunistischen Publizisten Willi Münzenberg. Münzenberg forderte mich umgehend auf mich mit Hans Kippenberger, dem Leiter des Militärapparates der KPD zu treffen. Kippenberger sagte:“ Es handelt sich mit Sicherheit um einen Spitzel, der sich in unseren Verkehrslokalen herumtreibt. Triff dich mit ihm und versuch herauszubekommen für wen dieser Herr arbeitet und geh zum Schein auf seine eventuellen Angebote ein. Nachher erstattest du mir ausführlich. Bericht.“ Typisch Kippenberger dachte ich sehr freundlich aber gleichzeitig entschieden und befehlsgewohnt. Im November 1928 besuchte ich täglich das Lokal -drei Wochen lang- indem sich deine Ortsgruppe regelmäßig im Hinterzimmer traf. Nach knapp drei Wochen tauchte Herr Rath wieder auf und schlug vor, sich doch woanders zu treffen, wo es etwas ruhiger sei, um sich weiter zu unterhalten. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag in einem bekannten Caféhaus am Alex.

Textauszug 2

Heinz Neumann

Über Heinz Neumann schrieb ich damals:“ Er ist intellektuell dem Parteiführer Ernst Thälmann weit überlegen. Zudem verfügt er über ausgesprochen rhetorische Fähigkeiten. Genau betrachtet ist Heinz Neumann der Spiritus Rektor innerhalb des Sekretariats der KPD. Bis dato erfreut er sich einer besonderen Wertschätzung durch Stalin. Heinz Neumann ist wendig und im Umgang mit so genannten Abweichlern nicht sonderlich zimperlich. Es kursiert das Gerücht, dass er alle wichtigen Reden für Ernst Thälmann schreibt. Die alte Generation angeführt von Clara Zetkin und Wilhelm Pieck, steht Neumann, mit einer gewissen Skepsis gegenüber. Neu ist, dass Neumann sich offensichtlich fest gebunden hat. Ob es allerdings ein Ende seiner zahllosen Frauenaffären bedeutet bleibt abzuwarten. Bei aller Treue gegenüber Stalin ist und bleibt Neumann jedoch ein selbstständiger selbstbewusster Kopf.

Hermann Remmele

Zusammen mit Thälmann und Neumann bildet Hermann Remmele die eigentliche Führung der KPD. Remmele ist mit knapp 50 mit seiner einer ziemlichen Erfahrung in der Bewegung eine geschätzte Person. Den Neumann Opponenten fällt es schwer die gegenwärtige Führung der KPD anzugreifen, da sie die Autoritätsperson Remmele deckt. In Wahrheit jedoch benötigt der Praktiker Remmele, den wendigen Theoretiker Neumann. Remmele ist zwar ein guter aber kein hervorragender Redner.

Ernst Thälmann

Ernst Thälmann hält sich viel darauf zugute aus dem Proletariat zu stammen. Viele Arbeiter und Anhänger der KPD speziell in Hamburg sehen in ihm ihresgleichen. Die Rhetorik von Thälmann provoziert bei den Intellektuellen innerhalb der KPD des Öfteren geradezu Verzweiflungszustände. Wenn Ernst Thälmann nicht vom Blatt abliest passieren ihm immer wiederholt brutale verbale Schnitzer. Auf einer KPD Versammlung meinte er einmal im Ernst:“ Die Frauen gehören mit den eigens dafür geschaffenen Organen bearbeitet.“ Letzteres führt zwar zu Witzen innerhalb der Partei- Intelligenz, aber solche Schnitzer schaden dem Arbeiterführer beim proletarischen Anhang nicht im geringsten. Auch die Affäre im letzten Jahr führte bei vielen Arbeitern, die in Ernst Thälmann Ihrem Führer sehen zu Mitleid und sogar zur aktiven Solidarisierung. Bei allen Schwächen ist Ernst Thälmann ein nicht zu unterschätzendes Aushängeschild der Partei. Thälmann verfügt mittlerweile rüber viel organisatorische Erfahrung, aber er schwankt zwischen übersteigerten Selbstbewusstsein und Minderwertigkeitskomplexen.

Walter Ulbricht

Der Sachse Walter Ulbricht wird in der KPD nicht geliebt. Sein absoluter Pluspunkt ist seine ständige Betriebsamkeit und die Liebe zum Detail. Nicht umsonst hat er in der Partei den Spitznamen „Genosse Zelle“ Walter Ulbricht wird mit Sicherheit dem neuen Zentralkomitee angehören und dort wie immer einer derjenigen sein der am besten informiert ist. Seine Außenwirkung hingegen ist mehr als bescheiden. Auch in seinen Jahren in Moskau ( er war dort Vertreter der KPD bei der Komintern) verstand er es nicht auch nur etwas russisch zu lernen. Walter Ulbricht hat es geschafft sich von allen seinen alten Freunden Heinrich Brandler und Thalheimer, rechtzeitig zu distanzieren. Er wird als Organisator im neun Zentralkomitee mit Sicherheit benötigt.

Leo Flieg

Leo Flieg gehörte bis dato zu jeder KPD Führung. Flieg ist ungeheuer fleißig und ein überzeugter Bolschewik. Letzteres kann aus seinem Äußeren nicht geschlossen werden. Leo Flieg ist blass und schmächtig. Vom Typ her würde er als Büroangestellter eine Versicherungsgesellschaft locker durchgehen. Dennoch ist Flieg ein überzeugter Revolutionär, der im Stande ist auch konspirativ zu arbeiten. Mit Heinz Neumann verbindet in eine enge Freundschaft. Leo Flieg gehört zum engen Freundeskreis des KPD Chef Agitators Willi Münzenberg.

Willi Münzenberg
Willi Münzenberg ist nicht nur im Reichstag aktiv sondern er leitet umfassende KPD Propagandaunternehmen. Münzenberg gibt nicht nur die „Arbeiter Illustrierte Zeitung“ heraus sondern er organisiert publikumswirksam jeden Propagandafeldzug der KPD. In den Verlagshäusern von Münzenberg erscheint die kleine Arbeiterbibliothek, die im RO RO Ro Druckverfahren hergestellt wird. Durch dieses günstige Verfahren verstand es Münzenberg die Werke von Marx, Engels und Lenin günstig Arbeitern und Arbeiterinnen anzubieten. Daneben betreibt er ein florierendes Geschäft mit sowjetischen Filmen. Es dürfte bekannt sein, dass Münzenberg immer wieder solche Filme einsetzt und des Öfteren speziell während der Wahlkampagnen Filme als rollende Kinos in den allerletzten Landgemeinden zeigt. Münzenberg ist der fähigste Propagandist den die KPD hat. Auch als Redner sind seine rhetorischen Fähigkeiten nicht zu unterschätzen. In Privatgesprächen mit Intellektuellen welche der Partei nahe stehen kann Münzenberg sehr charmant sein.

Hans Kippenberger
Wie Ihnen bekannt sein dürfte leitet der ehemalige Leutnant Kippenberger, den Abwehrapparat der KPD. Unter seiner Führung steht der Nachrichtendienst, sowie der militärische Zersetzungsapparat kurz M- Apparat genannt. Hans Kippenberger ist Mitglied des Reichstages er versucht mit seinen Erkenntnissen, die KPD Politik maßgeblich mitzugestalten. Gegenüber der Reichswehr hat sein Zersetzungsapparat aber bis dato nichts Wesentliches bewerkstelligt. Es gibt zwar einige KPD Zeitungen für Reichswehrangehörige, welche allerdings ihre Wirkung verfehlen. Offensichtlich hat es Kippenberger allerdings geschafft einige Informanten speziell innerhalb der preußischen Staatspolizei unterzubringen. Kippenberger umgibt sich mit jungen Leuten deren Namen dem Parteimitgliedern unbekannt sind und auch ich selbst kann leider nicht einen einzigen seiner Mitarbeiter mit Klarnamen benennen.

General Schleicher ist zufrieden

Selbstverständlich lieber Vater lieferte ich Schleicher nur ein Konspekt des geschriebenen. Sowie einige Infos die zum Teil aus fraktionellen Gründen weitergegeben werden sollten. Nachdem Herr Rath das Papier erhalten hat erhielt ich kurze Zeit darauf eine Einladung ins Hotel Adlon, um dort General Schleicher zu treffen. Wie immer trafen wir uns in einem eleganten Nebenraum des bekannten Berliner Hotels. Die „vibrierende“ Natter Schleicher begrüßte mich herzlichst. Mein Bericht schien dem Herrn General gefallen zu haben. Im Lauf des Gespräches wurde mir immer deutlicher, dass sich dieser deutsche Militarist als politisches Genie und als ausgesprochenen Menschenkenner betrachtete. Der General meinte mir mit tiefen Blick in meine Augen mitteilen zu müssen:“ Jetzt bin ich endgültig davon überzeugt wie nützlich Sie für mich sein können“. Dann begann der Herr General mit einem Monolog und legte nur noch Wert darauf, dass ich ihm zustimmend zunickte. Dennoch hatte auch der endlose Monolog einige interessante Aspekte für mich zu bieten. Dem Herrn General Schleicher war die Unzufriedenheit mit der SPD geführten Regierungskoalition anzumerken. Die Regierung Hermann Müller hatte zwar ihrer Wahl Versprechungen gebrochen und statt der versprochenen Kinderspeisung, Geld für den Panzerkreuzer A bewilligt. Damit war Schleicher zufrieden aber er meinte:“ Ich hab die Schnauze voll davon immer die Herren überzeugen zu müssen. Die Entscheidungen der Regierung dauern mir viel zu lange. Da lobe ich mir doch Josef Stalin, welcher einfach ohne irgendjemand zu befragen seinen Hauptkonkurrenten Leo Trotzki in die Türkei verbannen konnte.“ Zusätzlich äußerte sich der General optimistisch bezüglich der neuen Führung in der Sowjetunion. Sinngemäß brachte er zum Ausdruck, dass deren Politik einerseits abenteuerlich sei, es aber auf der anderen Seite doch nur die ewigen Interessen von „Mütterchen Russland bediene“. Gleichzeitig meinte er dass sich die KPD in Deutschland maßlos überschätze und sich mit ihrer Politik gegenüber der Sozialdemokratie langfristig nur isolieren könnte. Mit einigen kurzen Einwürfen billigte ich die Argumentation des Generals. In der Tat, mein Verstand sagte mir, dass der General, die Klassenlage und das Klassenbewusstsein in Deutschland realistischer e einschätzte als die Führung der KPD. Gegen Ende der Audienz meinte General Schleicher: „ Am 1. Mai ist was im Busch, der SPD Polizeipräsident Zörgiebel bereitet etwas gegen die KPD vor. Ich hoffe der Kerl stellt sich nicht so blöde an wie das Weichei Severing ( SPD Innenminister von Preußen ).“ mit den letzten Bemerkungen war ich entlassen und durfte den Heimweg antreten. Umgehend informierte ich einen Kurier von Kippenberger und bat um ein Gespräch.



Leseprobe Teil 3
„Im November 1930 wieder bei Schleicher

Herr Rath schickte mir einen Brief mit der Adresse des Zahnarztes Dr. Hellmuth Elbrechter im Berliner Adressbuch als Zahnarzt mit einer Praxis in der Brückenallee Nr. 14 verzeichnet, bei dem ich mich in Zukunft mit Schleicher treffen sollte. Der General schien auf mehr Konspiration zu setzen. Über den Zahnarzt stellte mir die Sekretärin von Kippenberger, ein umfangreiches Dossier zusammen. Der Herr Doktor gehörte zum engsten Kreis der Leute um Edgar Jung, dem Kreis der sogenannten „konservativen Revolution“. Er hatte enge Kontakte zum sogenannten linken Flügel der NSDAP, um Gregor Strasser seinem Bruder Otto Strasser und zu dem in Bolivien weilenden Ernst Röhm. Die „ Jungkonservativen“ waren eine Vereinigung von rechten Intellektuellen, welche die Vergangenheit verherrlichten, aber dennoch nicht auf die Rückkehr von Kaiser Wilhelm setzten. Diese Leute meinten, dass das alte Preußen der Inbegriff von sozialer Gerechtigkeit gewesen sei. Zu dem Kreis gehörte auch der Schriftsteller Ernst Jünger, welcher in seinem Werk „ In Stahlgewittern“ das Kriegserlebnis abfeierte. Jünger schwadronierte von wahrer „Männlichkeit im Krieg“ und brachte es fertig das Kriegserlebnis als „ Sozialismus“ auszugeben Hans Zehrer gab die Zeitung „ Die Tat“ heraus in der ebenfalls der autoritäre preußische Staat abgefeiert wurde. Gleichzeitig sahen diese Leute den Gegensatz links - rechts als überholt an und propagierten faktisch einen autoritären Ständestaat mit einer starken Person an der Spitze. Die Nazibewegung war diesen Leuten nicht vornehm genug.


Das Treffen beim Zahnarzt

Als getarnter Patient besuchte ich am 3. November 1930 die mir angegebene Zahnarztpraxis. Sofort wurde ich von der “ Sprechstundenhelferin“ in einen eleganten getarnten Raum geführt. Der Herr General war schon da und begrüßte mich freundlich. An dem Gespräch nahm auch der oben genannte Zahnarzt teil. General Schleicher setzte auf freundliche nichts sagende Konversation am Anfang des Gesprächs. Er erkundigte sich nach meinen Lebensumständen und fragte mich ob ich Geld benötige. Natürlich war ich mir meines Auftrages bewusst und sprach von meinen Geldsorgen. Der Herr General sagte, „dass lässt sich mit einem Scheck in den nächsten Tagen locker lösen. Herr Leutnant Rath wird Ihnen einen Scheck in Höhe von 2000 Reichsmark zukommen lassen.“ Endlich kam Schleicher auf den Zweck unseres Treffens zu sprechen. Er bedauerte es, dass die Nationalkonservativen nur ein Prozent bei der Reichstagswahl erreicht hätten. Den Wahlerfolg der NSDAP versuchte er mit einem Schulterzucken abzuwickeln. Ich hatte das Gefühl, dass der Zocker Schleicher versuchen würde aus der Situation das Beste zu machen und mit Sicherheit hatte er Kontakte in die Reihen der Nazi Partei. Schleicher war wie immer voller Optimismus und sah sich zunehmend als den Drahtziehern der deutschen Politik an. Seine wispernde Stimme wollte dann von mir etwas über die neueste Entwicklung in der KPD wissen. Mein Bericht an ihn gab nur bekanntes wieder wenn etwas öffentlich unbekannt war dann waren es gezielte Fehlinformationen darunter auch Köder. Ich berichtete vom Optimismus der in den Reihen der KPD herrschte und der Einschätzung der führenden Kader der KPD, dass es sich bei der NSDAP nur um eine vorübergehende Erscheinung handeln würde. Der General nickte und grinste bezüglich der aktuellen Politik der kommunistischen Partei. In mir brodelt es, in meinem Kopf spukte wieder der Gedanke herum wie relativ richtig, der General, die Entwicklungen in Deutschland einschätzte , im Gegensatz zur Führung der KPD und der Kommunistischen Internationale. Dann wollte er wissen wie hoch ich den Prozentsatz von Patrioten in der KPD und in deren Umfeld einschätzte. Ich sagte ihm was auch bekannt war, dass die KPD zwar nationale Töne anschlug aber in diesem Zusammenhang nicht mit den Völkischen und der Nazi Partei konkurrieren könne. Dann meinte der General, „aber es gibt doch einige Überläufer wie zum Beispiel „ Beppo Römer“ und den Bruder von Ernst von Salomon in Richtung KPD“. Das bestätigte ich, ich wies jedoch darauf hin wie schwer es für die KPD sei mit ihrer Parole „Heil Moskau“ mehr als ein paar einzelne Überläufer aus dem nationalen Lager zu gewinnen. Der General und auch der Zahnarzt bescheinigten mir ein „helles politisches Köpfchen zu sein“. Anschließend ging ich daran einige Fragen zu stellen, die darauf hinausliefen mehr über die Arbeit der Reichswehr innerhalb der KPD zu erfahren. Schleicher antwortete nur, dass sie natürlich noch mehr Leute innerhalb der KPD hätten, was mich aber nichts anginge. Der politisierende Zahnarzt und persönliche Freund des Generals meinte dann wie „schön es doch sein könnte eines Tages die -Arbeiter Illustrierte Zeitung -von Willi Münzenberg als nationales Blatt auf dem Markt zu werfen“. Schleicher meinte zudem „wir haben natürlich unsere Leute speziell im Presseapparat der KPD untergebracht, um im entscheidenden Moment auch von dieser Seite her auf den nationalen präsidialen Konsens zu setzen“. Mit Ernst Thälmann den Schleicher einen verstockten Hamburger Hafenarbeiter nannte könne man hingegen nicht arbeiten, folgerte der General . Als gefährlich wurde von den beiden Herrn der „Jude Neumann“ eingeschätzt. Damit war ich freundlich entlassen, man versicherte mir, sich auf das nächste Treffen „zu freuen“.

Rapport bei Hans Kippenberger

Umgehende am 4. November fand ein Termin mit Hans Kippenberger in dem von uns bevorzugten Kaffe im Berliner Westen statt. Nach meinem Bericht meinte Kippenberger, es sei nötig den „gesamten Presse- Apparat der Partei, sowie die Leute von deinem Willi Münzenberg durch unseren Abwehr - Apparat zu überprüfen“. Der anwesende Leo Roth nickte was bedeutete dass er den Auftrag übernehmen würde. Leider verstand Hans Kippenberger nicht dem politischen Realitätssinn des Generals und lachte. Er meinte gegenüber der NSDAP müsse der Kampf auf der Straße verschärft werden: „Es geht darum die rote Einheitsfront zu schaffen. Diese Einheitsfront war in Wirklichkeit in dem damaligen Verständnis der KPD keine Einheitsfront, sondern einUltimatum an die sozialdemokratischen Arbeiter, sich der kommunistischen Führung zu unterwerfen. Das wurde dann Einheitsfront Politik genannt. Einige Zeit später begriff ich wie weit sich die Kommunistische Partei dadurch von den Erkenntnissen des dritten und vierten Weltkongresses der Kommunistischen Internationale gelöst hatte. Kippenberger sagte noch, dass er Münzenberg informieren würde bezüglich der Überprüfung seiner Leute. Wir drei verstanden uns relativ gut und gingen dann dazu über einige allgemeinpolitischen Fragen zu diskutieren. Der junge und attraktiv aussehende Leo Roth bekam vor lauter Eifer gar nicht mit, wie sehr er im Visier weiblicher Blicke in unserem Café stand. Hans Kippenberger erzählte einige Dinge aus dem Reichstag, denn er war ja Abgeordneter. Die Eröffnung des Reichstages wurde von den Nazis propagandistisch genutzt, um mit voller Uniformierung im Parlament zu erscheinen und durch wildes Gebrüll auf sich aufmerksam zu machen. Kippenberger nannte die Fraktion der Nazis eine „Ansammlung von wildgewordenen Spießern und Kleinbürgern“, aber auch von Mördern wie dem SA Führer von Schlesien Edmond Heines. Anschließend erzählte Kippenberger etwas ironisch wie die Nazibewegung auf ihn wirkt: „ Wisst ihr wie der richtige Arier aussieht? Groß wie Goebbels, schlank wie Göring und blond wie Hitler“. Wir bogen uns vor lachen. „Das muss ich Willi erzählen“ meinte ich, der wird sicher daraus eine Fotomontage mit einem Text für die „ Arbeiter Illustrierte Zeitung“ machen. „ Tu das „ sagte Leo Roth.

Luise und Anton Grylewicz

Das Jahr 1931 begann kalt und ebenso kalt und unbarmherzig war die Sparpolitik von Reichskanzler Brüning. Der Regierung ging es nur noch darum auf Kosten der Arbeiter und speziell der sozial Marginalisierten eine erbarmungslose Sparpolitik durchzusetzen. Den großen Konzernen sollte der Druck auf ihre Profitraten welcher durch die Krise entstandenen war, genommen werden. Die Regierung Brüning stützte sich entweder auf der Notverordnungsparagraphen des Reichspräsidenten, oder auf die Tolerierung durch die Sozialdemokratie, welche Brüning als das „kleinere Übel“ gegenüber der Nazibewegung ausgab. Der Gewerkschaftsführer Fritz Tarnow vertrat die These, dass die Sozialdemokratie die Aufgabe hätte, „Arzt am Krankenbett“ des Kapitalismus zu sein“. Es war völlig richtig wenn unser Parteiführer Thälmann dazu aufrief der Kapitalismus zu beerdigen, statt den stinkenden Leichnam zu schminken und zu kostümieren. Allerdings war dadurch noch nicht die Frage geklärt, wie die Arbeiterbewegung mit dem kleinbürgerlichen konterrevolutionären Produkt der Verzweiflung, dem Faschismus umzugehen hätte. Jede Nacht sowie am helllichten Tag gab es Angriffe der SA Banditen auf unsere Genossen und Genossinnen. Aber der Faschismus griff genauso die sozialdemokratischen Arbeiter und die sozialdemokratischen Einrichtungen an. Nächtelang diskutierte ich mit Luise die politische Situation im Land. Eines Tages drückte sie mir Broschüren von Leo Trotzki in die Hand. Sie sagte unumwunden, dass er die Lage in Deutschland richtig verstünde und zur Einheitsfront aller Arbeiter gegen den Faschismus aufrief. Diese Einheitsfront welche Trotzki einforderte sollte kein politisch ideologisches Bündnis mit der Sozialdemokratie sein, ganz im Gegenteil, sondern eine Politik die darauf abzielte sich darüber zu verständigen, wie und wann, und mit welchen Mitteln die faschistischen Banden in ihre Schranken gewiesen werden könnten. Oft attackierte ich Luise in diesen Tagen und Wochen und warf ihr vor, von der Richtung der Versöhnler „in Richtung des antibolschewistischen Trotzkismus abzugleiten“. Die Broschüren von Trotzki hatten allerdings die Funktion, dass ich bis zum März 1931 sehr viel von ihm las und ins grübeln kam. Der Herausgeber der Schriften von Leo Trotzki in Deutschland war ein gewisser Anton Grylewicz ein ehemaliger KPD Funktionär, sowie ehemals Abgeordneter im preußischen Landtag. Die Gruppe nannte sich “ Linke Opposition der KPD“ und gab die Zeitschrift „Permanente Revolution“ heraus. Offensichtlich hatte sich meine Luise der Gruppe angeschlossen und arbeitete weiterhin im Verlagshaus der „Arbeiter illustrierten Zeitung“. Eines Tages im März 1931 schlug sie mir vor, mich mit Grylewicz im Atzinger zu treffen. Dagegen hatte ich nichts einzuwenden, denn erstens interessierte mich der Termin, zudem war ich es gewohnt aufgrund meiner Doppelagentenfunktion mit verschiedenen Leuten zu sprechen. Damals hielt ich mir auf meine Schauspielkunst einiges zugute. An einem Freitagnachmittag im März 1931 marschierte ich mit Luise zum Treffen mit Grylewicz . Grylewicz war bereits da, als wir das Lokal betraten und an seinem Tisch saß ein mir unbekannter jüngerer Mann mit einem markanten Gesicht. Mir war sofort klar, dass es sich bei dem Partner von Grylewicz , um keinem Deutschen handeln konnte. Wir nahmen Platz und stellten uns gegenseitig vor. Der junge Mann hieß Leo Sedow . Sofort schoss es mir durch den Kopf, dass ich mit dem Sohn von Leo Trotzki und dem Chef des deutschen Trotzkismus zusammen saß. Meine Luise kannte offensichtlich beide ziemlich gut. Etwas distanziert begann unser Gespräch. Wir erörterten die allgemeinpolitische Lage -bei der mir auffiel- wie wichtig es Grylewicz war zu betonen,“er sei kein Gegner der KPD sondern es ginge ihm darum, die Linie gerade in Bezug auf den Kampf gegen den Faschismus zu ändern“. Leo Sedow meinte das sein Vater sich nach wie vor zur Verteidigung des Arbeiterstaates Sowjetunion bekenne, das Übel sei die dort herrschende Bürokratie und die von Stalin in der deutschen Partei eingesetzte Bürokratie“. Stundenlang saßen wir zusammen und ich hörte so einiges was mir logisch einleuchtete. Unsere KPD isolierte sich durch ihren ultralinken Kurs zunehmend von der Masse der Arbeiter und Arbeiterinnen. Die RGO Politik führte dazu die Masse der noch in den Betrieben Beschäftigten den sozialdemokratischen Ideologen und Bürokraten zu überlassen. Immer wieder stellte ich auch Fragen an den Sohn von Leo Trotzki wie denn sein Vater die „Entwicklungen der Sowjetunion genauer einschätze“. Leo Sedow sprach von einem Kampf um eine Reform der UdSSR, den Sturz der Bürokratie, die Entfernung Stalins, sowie die Rückkehr zur Arbeiterdemokratie. Scharf kritisierte er den momentan ablaufenden Fünfjahresplan welcher zu einer entsetzlichen Hungersnot im Heimatland der Arbeiter und Arbeiterinnen führte. Leo Sedow meinte:“ Die bürokratische Bande hat keinerlei selbstständigen Ideen sondern sie bedient sich einmal linker und einmal rechter Ideen im Kampf um ihren Machterhalt. Die gegebene Kollektivierung sei ein grausames Abenteuer denn man kann ohne landwirtschaftliche Technik nicht einfach die Kollektivierung befehlen und unter der Parole der Liquidierung des Kulakentums, gleich noch den Mittelbauern und Kleinbauern mit liquidieren. Es herrscht momentan eine grausame Hungersnot in der Sowjetunion.“ Dann kehrten wir wieder zur Lage in Deutschland zurück. Grylewicz betonte seine Gegnerschaft zum „Leninbund“. Der „Leninbund“ wurde von Hugo Urbahns geführt. Hugo Urbahns. war politischer Leiter des Hamburger Aufstandes von 1923. Der 1928 gegründete „Leninbund“ hatte nach den Worten von Grylewicz, „die Verteidigung der Sowjetunion und den Kampf, um die Reform der KPD aufgegeben was unverantwortlich sei.“ Ziemlich beeindruckt verließ ich zusammen mit Luise das Lokal. Es wurde vieles angesprochen was mir schon seit einiger Zeit zu denken gab. Auf der Straße küsste ich Luise meine „ kleine Trotzkistin“. Aber völlig überzeugt war ich nicht. Ich hing viel zu sehr an Heinz Neumann und an seiner mittlerweile heimlichen Fraktion in der KPD.

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Buch „ Es begann in Altötting“ hilft Ihnen

 

Wer das Buch von Max Brym „ Es begann in Altötting“ noch nicht gelesen hat verbaut sich wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse. Das Buch hilf die alte Bundesrepublik zu verstehen. Es hilft den nach wie vor existierenden Antisemitismus wahrzunehmen. Es hilft den Weg eines Juden aus der ersten Generation von Shoah Opfern zu begreifen. Es hilft die Entstehung von maoistischen K Gruppen auch im letzten Winkel Südbayerns in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu verstehen. Zeitgeschichte hautnah Kommunalpolitische Schlachten in Waldkraiburg und Altötting aus der damaligen Zeit werden geschildert. Wer politisch informiert sein will und beim lesen auch mal lachen möchte muss das Buch lesen. Wer informiert sein will über die Partei „ Die Linke“ braucht das Buch ebenfalls. Besonders Jugendliche lernen viel über trotzkistische Gruppen und autonome Gruppen . Viel kann über die heutigen rechten Querfrontler wie Jürgen Elsässer und P. Feist nachgelesen werden. Auch die DDR bekommt ihr Fett ab. Der Autor bleibt dennoch immer links und rebellisch. Wie das geht erfährt der Leser des Buches. Zudem lernt der Leser oder die Leserin sehr viel über so unterschiedliche Personen wie Albin Kurti, Enver Hoxha und Ernest Mandel.

 

Wer das Buch nicht ließt ist selber schuld.

 

E. Roht aus  Burghausen

 

Bestellungen unter http://www.swb-verlag.de/verlag/buecher/es-begann-in-altoetting/

Foto Burghausen Burg

 

 

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Burg zu Burghausen
Die Hauptburg von Süden

Die Hauptburg von Süden

 

 

 

 

 

 

 

Von Georg Kellner bis Albin Kurti- Eine etwas andere Rezension

An Kosova- Aktuell - Sehr geehrter Herr Brym, Sie nennen in Ihrem spannenden und sehr lehreichen Buch „ Es begann in Altötting“ viele Orte und Personen. Ich habe mir erlaubt, obwohl es die Realität nicht ganz trifft, die genannten Personen -von Altötting bis Kosova-  in Ihrem Buch wie in der Schule zu benoten. Die Personen ohne Klarnamen bleiben ungenannt. Die Noten beziehen sich nicht auf die

politische Gesinnung- der von Ihnen genannten Personen -sondern auf die Frage welche Qualität , Sie den Leuten mit denen Sie persönlich zu tun hatten zugestehen . Ausgenommen aus der Notenskala sind Personen mit denen Sie schriftliche Konflikte austrugen. Meine Bewertung ist subjektiv.

 

Altötting

 

Vater Berek Brym Note 2 .Mutter Brym Note 1. Gelschinski Note 2. Textilgeschäft Bramson Note 2 . Melschewski Note 3 . Hubert Gschwendtner ( ihr Halbbruder heute Bürgermeister in Marktl am Inn Note 1. Jüdischer Rabbiner in Altötting Note 2. Harald Haugwitz ( ehemaliger Arbeiterbuntfunktionär Maoist) Note 2. Georg Kellner Burghausen ( ehemaliger DKP Kreisvorsitzender ) Note 2 Siegfried Richter ( Ex DGB Kreisvorsitzender) Note 4. Hermann Wimmer Neuötting ( Ex SPD Bundestagsabgeordneter) Note 3. Erwin Schmitzberger Töging ( EX IG- Metall Funktionär ) Note 2 Gerold Tandler ( ehemaliger CSU Minister und CSU Generalsekretär Käufer des Hotel Post) Note 3

 

Waldkraiburg Bürgermeister Dr. Kriegisch ( SPD) Note 1. Werner Güra und Richard Fischer ( Ex DGB Jugend Note 3. Walter Kraus ( ehemaliger IG- Metallfunktionär Betriebsrat) Note 3. Dietmar Heller ( Ex CSU Vorsitzender Waldkraiburg) Note 5. SPD Stadtrat Rainer Gottwald Note 4. Adolf Schlagmann ( ehem.SPD Stadtrat ) Note 4 . Albin Teistler ( ehem. SPD Stadtrat ) Note 3. Ernst Tuppen ( Mitkämpfer ) Note 1 Kurt Mangler ( ehem. SPD Mitglied) Note 2 Genossin Renate Wasserburg Note 1. Herbert, Sigmund, Nicko ( Schulkameraden) Note 2. Dr. Walter Brand ( ehemaliger Stellvertreter von Konrad Henlein im Sudetenland, Mitglied des Vorstandes der Sudetendeutschen Landsmannschaft und des Witikobundes . CSU Fraktionsvorsitzender der CSU im Waldkraiburger Stadtrat) Note 2. Theo Keil ( einst hoher NS Funktionär im Reichskulturministerium, Realschuldirektor in Waldkraiburg, Ideologe des Witikobundes und des Sudetendeutschen Erzieherbundes) Note 3. Heinz Hampel ( CSU Standrat) Note 5. Bernd Michel ( CSU Stadtrat) Note 5. Klaus Hallmann ( Redakteur „ Waldkraiburger Nachrichten) Note 2. Jochen Fischer ( CSU Altbürgermeister) Note 2 Günter Grimme DKP Mitglied und Landtagskandidat 1974 Note 2.

 

 

München

Nick Brauns ( heute Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke Autor ) Note 1-

Andreas L, Alex S, beide Note 1- Beate Jenkner ( Bezirksrätin der Linken) Note 1. Helge Sommerrock ( ehemals SDS -Mitgründerin des Arbeiterbundes für den Wiederaufbau der KPD-) Note 2 . Thomas Schmitz Bender ( einst SDS Berlin. Mitgründer des Arbeiterbundes in München ) Note 2 Hans Zintl ( Betriebsrat ZK Mitglied Arbeiterbundes) Note 3. Herr Bank ( KVR Beamter München) Note 3. Hans Peter Uhl ( Einst KVR Chef München heute CSU Bundestagsabgeordneter) Note 3. Oliver Stey ( Kandidat der Linken 2008 zum Landtag SAV und heute SFM Mitglied) Note 1. Claus Schreer ( Aktivist im Bündnis gegen Rassismus DKP Mitglied) Note 2. Walter Listl ( DKP ) Note 4.

Michele Siebe ( Aktivistin der Linken) Note 4. Martin Fochler ( EX Ko Vorsitzender des KBW Publizist „ Reformerflügel der „ Linken“) Note 2. Fritz Schmalzbauer ( ehemaliger WASG Mitgründer und Landesvorsitzender der Linken ) Note 2. Georg Wäsler ( Verdi Funktionär ehemaliges Mitglied der Linken) Note 2. Dagmar Henn ( ehemalige Stadträtin der Linken) Note 2.

Orhan Akman ( Verdi Funktionär ehemaliger Stadtrat der Linken in München) Note 2. Frank Rehberg ( Verdi ehemaliger Funktionär der Linken) Note 4. Michael Wendl ( Mitherausgeber der Zeitung „ Sozialismus“ einst Verdi Funktionär Bayern kurzweilig Landessprecher der Linken und Kreisvorsitzender der Linken) Note 3 .Chaim Frank ( Publizist einst Herausgeber der „ Jüdischen Kulturbühne) Note 1

 

 

Deutschland International

 

Andrea Livnat Tel Aviv Redakteurin haGalil Note 1 Ernest Mandel ( einstiger Cheftheoretiker der 4 Internationale) Note 1. Jakob Moneta ( Trotzkist einst Herausgeber der IG Metall Zeitung Metall ) Note 2. Ernst Aust ( Vorsitzender und Gründer der KPD/ ML ) Note 2 .Winfried Wolf ( Verkehrsexperte ehemals GIM, VSP und Bundestagsabgeordneter der Linken) Note 2. Dipl. Pihl. Peter Feist ( einst im Umfeld trotzkistischer Gruppen, heute Mitarbeiter der politischen Rechten, um Jürgen Elsässer) Note 3 . Hans Schäppi ( Historiker der -schweizer Arbeiterbewegung Basel) Note 1. Osman Osmani ( Funktionär der -Schweizer Gewerkschaft UNIA Veteran der linken albanischen Bewegung. Note 1. Gerhard Branstner ( Ehemaliger bekannter Schriftsteller in der DDR) Note 3 . Prof. Salomon ( ehem. Leiter des Franz Mehring Instituts Ost Berlin) Note 1. Fritz Neubauer ( SED Parteilehrer Ost Berlin) Note 5. Hans Jürgen Schulz ( Mitglied der 4 Internationale Publizist Hamburg. Gründer der Gruppe Avanti und des RSB) Note 2. Enver Hoxha ( ehem. Generalsekretär der Partei der Arbeit Albaniens ) Note 2. Hysen Terpeza ( ehemaliger Ballist näherte sich in der Emigration dem Enverismus an ) Note 3 . Kadri Zeka ( 1982 in Stuttgart ermordet. Aktivist der linken kosovarischen Emigration.) Note 1 Fehmi Lladrovci ( lebte einst bei München Mitgründer der UCK, linker Aktivist 1998 im Kampf gefallen.) Note 1 . Richard Scheringer ( 1930 Angeklagter im Ulmer Reichswehrprozess 1931 Übertritt von der NSDAP in die KPD. Bis 1956 Landesvorsitzender der KPD Bayern- Mitglied des DKP Parteivorstandes) Note 2

 

 

Kosova

 

Albin Kurti ( Bekannter Aktivist der Bewegung für Selbstbestimmung VV Parlamentsabgeordneter) Note 1- Liburn Aliu ( ( VV ehemaliger Parlamentsabgeordneter heute Chef der Abteilung Urbanistik in Prishtina) Note 1. Visar Yimeri ( Vorsitzender VV) Note 1. Rexhep Selimi ( ehemaliger UCK General Abgeordneter VV) Note 1 Skender Riza ( Historiker Prishtina) Note 4. Mahmud Bakalli ( ehemaliger Leiter des Bundes der Kommunisten in Kosova Mitbegründer der AAK) Note 3. Adem Demaci ( 28 Jahre in Jugoslawien in Haft Publizist Politiker) Note 1. Bahri Shabani ( ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft Kosovas) Note 6 . Hasan Abazi ( Metall – Gewerkschafter Kosova) Note 2. Haxhi Arifi Vorsitzender des Gewerkschaftsbundes BSPK Note 4. Avni Dehari ( Schriftsteller linker Veteran in Kosova) Note 1 Arbenor Dehari ( verstorbener Aktivist von VV) Note 1. Ibrahim Kelmendi ( Veteran der albanischen Emigration Publizist) Note 2

 

 

Die Liste lässt sich fortsetzen. Meine „ Benotung“ diffamiert niemanden, sondern versucht auf etwas andere Art, die Eindrücke nach dem lesen des Buches „ Es begann in Altötting“ zu verarbeiten.

 

Martin Roth Burghausen .

 

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Bestellungen des Buches „ Es begann in Altötting“ unter

 

http://www.swb-verlag.de/verlag/buecher/es-begann-in-altoetting/