Buchempfehlung -Geschichte ist geronnene Erfahrung

Sehr geehrter Herr Brym, ich bin 80 Jahre alt und habe ihr Buch „ Oskar Quengels Auftrag- Für Kippenberger bei General von Schleicher“ gelesen. Kompliment. Ich wurde im Osten Deutschlands groß, ihr Buch hat mir neue Zugänge zur Geschichte des deutschen Kommunismus, sowie des Kampfes gegen den Faschismus verschafft. Ihr Roman ist ein historisches Dokument ohne jegliche Heldenverehrung. Sie zeigen tapfere Klassenkämpfer in ihrem Widerspruch, Klar benennen Sie Fehler und Irrtümer bei deutschen Kommunisten. Die Verantwortung der damaligen Komintern Führung für die falsche Politik der KPD wird deutlich gemacht. Neu war mir ihre Darstellung der Neumann – Remmele Opposition, gegen die falsche Politik Stalins. Ich musste einiges nachlesen um Ihnen zu glauben. Aber es war wirklich so- Neumann wollte den Faschismus militant bekämpfen selbst auf die Gefahr einer Niederlage hin. Das war mir neu. Vielen Dank für ihre Ausführungen in dem Buch. Grundsätzlich finde ich Ihre Idee gelungen einen fiktiven Helden im Rahmen realer Geschehnisse wirken zu lassen. Ich finde es auch gelungen die Brandler Thalheimer Gruppe (KPO), die Versöhnler und die Trotzkisten in dem Buch vorkommen zu lassen. Alle hatten eine klarere Vorstellung über den Kampf gegen den Faschismus als die letzte KPD Führung in der Weimarer Republik. Dennoch findet bei Ihnen keine Negation der Person Ernst Thälmanns statt. Sie schildern ihn als ehrlich und kämpferisch. Allerdings gehorchte er zu stark der damaligen Moskauer Führung. Geschichte ist geronnene Erfahrung. Sie muss gekannt werden. Ihr Buch ist ein wertvoller Beitrag dazu. Ich befürchte nur, dass das Buch in ihrer Partei „ Die Linke“ wenig Leser finden wird. Diese Partei bezieht sich nicht mehr positiv auf den Klassenkampf sondern ist in weiten Teilen „ pragmatisch“ auf das Parlament fixiert. Wie Klassenbewusstsein entwickelt werden kann interessiert nur noch wenige. Viele wähnen sich in einer sogenannten „Zivilgesellschaft“ ohne Orientierung auf die Arbeiterklasse als revolutionäres Subjekt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Paul L Fürstenwalde ( geläutertes Ex SED Mitglied und Parteilehrer aber immer noch Revolutionär)

 

Ma Brym Den schönen Text habe ich privat beantwortet. Ihr dürft jetzt auch etwas lernen und mich noch reicher machen. PS: Ich schreib schon wieder ein neues Buch- Titel „ Mao und Ulbricht in Südbayern“. Bis es fertig ist im Januar 2018 bestellt das oben rezensierte Buch Viele Grüße

 

Bestellungen http://www.bookra-verlag.de/b16.html

 

 Zur Geschichte der KPD 

 

Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) wurde schon Anfang der dreißiger Jahre zum ersten Opfer der Nazis. Viele revolutionäre Arbeiter wurden von der SA verfolgt, terrorisiert, gefoltert und ermordet, tausende Verhaftungen folgten nach der Machtergreifung Hitlers. Nachdem in der Weimarer Republik ein Präsidialkabinett unter Brüning, sowie später unter von Papen und von Schleicher errichtet wurde, löste dieser Prozess bei der KPD zu Recht Sorgen einer zunehmenden, teils schon sehr fortgeschrittenen Faschisierung aus. Fehler muss die KPD sich aber dann anrechnen lassen, als der wirkliche Faschismus kam und sie ihre Politik zunächst unbeirrt fortsetzte und damit den Nazis ins offene Messer rannte. Einer dieser Fehler war auch die Sozialfaschismusthese, welche teilweise noch bis ins Jahr 1935 bei der KPD Bestand hatte und unbestritten eine Auswirkung auf die Lähmung der Arbeiterbewegung erzielte. Man verstand schon, dass die Faschisten die physische Vernichtung der linken Arbeiterbewegung anstrebten, wollte aber dennoch keine großen Unterschiede zum sogenannten „Sozialfaschismus“ sehen. Ungeachtet dessen gab es innerhalb der KPD verschiedene Strömungen, welche Max Brym in seinem neuen Buch „Oskar Quengels Auftrag: Für Kippenberger bei General von Schleicher“ (ISBN: 978-3943150179) auch eindrucksvoll darstellt. Das Buch stellt das Ende der Weimarer Republik und den Beginn des Faschismus aus einer sehr interessanten und teils neuen Perspektive dar. Oskar Quengels berichtet in Form von Briefen an seinen Vater von seiner Funktion als Doppelagent, wobei er für den KPD-Funktionär Kippenberger eine Zeit lang im Reichswehrministerium unter General von Schleicher arbeitete, um diesem wiederum teils wahre, halbwahre und falsche Informationen über die KPD und ihre wichtigsten Funktionäre zu liefern. Die Briefe wurden vor nicht allzu langer Zeit in einem Haus in der Kirchgasse in Berlin auf einem Dachboden gefunden und gelangten nun in die Hände des Buchautors Max Brym. Nach von Schleicher ergriff Hitler die Macht und Oskar Quengel arbeitete weiter für den Nachrichtendienst der KPD, indem er u.a. Verbindungen in die oberste SA- Führung hatte. Quengel stand dabei politisch gesehen stets auf der linken Seite und war überzeugt, durch seine Tätigkeit als Doppelagent der Weltrevolution wichtige Dienste zu erweisen. Doch sein Ansehen innerhalb der KPD änderte sich. Das politische Leben von Oskar Quengel endete im Selbstmord. Historisch sehr brisant und spannend geschrieben, ist die ganze Geschichte in dem Buch von Max Brym nachzulesen. Es ist auch das Aufleben von historisch bekannten, aber auch mir bislang unbekannten Personen, die das Buch so einzigartig machen. Den fairen Umgang im Buch mit „Teddy“ Ernst Thälmann rechne ich dem Autor hoch an. Ein weiteres wichtiges Thema, welches man herauslesen kann, ist die Frage der Querfrontkonzeption, die in Kreisen von sog. Linken noch heute vorkommt. Am Ende ist es aber General von Schleicher gewesen, der mit seiner Querfrontkonzeption der betrogene Betrüger war. Rezension von Ricky Burzlaff Leipzig

 

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 Bildergebnis für Max Brym Oskar Quengel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchbesprechungen

 

 

 

 

 

 



Bücher

Es begann in Altötting…

Interview von Reinhard Jellen und Georg Koch

Herr Brym, warum sind Sie Kommunist geworden?

Ich wurde als Sohn jüdischer Eltern geboren, was von Anfang an Konfliktpotentiale beinhaltete. Als ich mit 7 Jahren mit meiner Mutter von Altötting nach Waldkraiburg zog, dämmerte es mir, dass die Strukturen, die den Faschismus hervorgebracht haben, immer noch intakt waren. In Altötting war das nicht so deutlich. Bis 1970 pendelte ich zwischen Vater und Mutter zwischen Altötting und Waldkraiburg hin und her.

Sie wurden in Waldkraiburg mit Antisemitismus konfrontiert?

Ja. Das bereits in der Schule, als mich bestimmte Lehrer plötzlich nicht mehr mit Max, sondern mit Jenkerle angeredet haben. Als ich in der dritten oder vierten Klasse an der Tafel eine Aufgabe nicht lösen konnte, packte mich der Lehrer am Kopf und donnerte mich gegen die Wand. Als ich mir dann eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte, war sein Kommentar, dass die Juden wohl doch nicht so gescheit wären, wie es immer hieße. Aus http://www.hagalil.com/archiv/2015/07/18/brym-2/ 

 

Persönliches

Max Brym
Max Brym (* 24. September 1957 in Altötting) ist ein Freier Journalist“ und Autor . Seit Anfang der siebziger Jahre war Brym zuerst in der DKP ( halbjährige Schulung am Franz Mehring Institut in Berlin DDR ) und dann in mehreren K-Gruppen wie dem Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD organisiert. Er gab in der Region Altötting, Mühldorf,  Waldkraiburg Wasserburg über zehn Jahre den " Roten Landboten heraus. Anfang der neunziger Jahre war Brym Funktionär in der trotzkistischen Gruppe Avanti, aus der später der RSB/ 4 Internationale hervorging. Seit 2005 gehört Brym der SAV „Sozialistische Alternative“ an. Er war Mitglied in deren Bundesvorstand der SAV und und war Sprecher der SAV München. Kürzlich trat Brym mit der gesamten Ortsgruppe München aus der SAV aus. Brym arbeitet als Mitglied der Partei „Die Linke“ eng mit der Bezirkstagesabgeordneten der „Linken“ für Oberbayern, Beate Jenkner  zusammen. 

1 Journalistische Tätigkeit 
2 Tätigkeit bei haGalil 
3 Bücher  I
4  Andere Lexika
1 Journalistische Tätigkeit
Seit dem Jahr 2004 gibt Brym die Website Kosova-Aktuell heraus. Brym interviewe mehrmals Albin Kurti den bekanntesten Aktivisten der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung). Brym scheint enge Beziehungen zur LPV zu unterhalten. Brym weilt mehrmals im Jahr in Kosova und schreibt für einige albanische Zeitungen. Auch in bestimmten Fernsehsendern Kosovas wurde Brym mehrmals zu Fernsehgesprächen eingeladen. Brym gilt mittlerweile auch an einigen Universitäten im deutschsprachigen Raum als „Kosovo-Experte“. Brym wird von Universitäten und anderen Einrichtungen zum Thema Kosovo eingeladen. Brym versucht das „Selbstbestimmungsrecht Kosovas“ mit marxistischen Argumenten zu begründen
2 Tätigkeit bei haGalil
haGalil Online ist die größte jüdische Website in deutscher Sprache. Brym hat auf haGalil unzählige Artikel zur Frage des Antisemitismus geschrieben. Besonders nachhaltig wirkten seine Angriffe gegen den ehemaligen CDU Abgeordneten Hohmannn und den Autor des Buches „ Jüdischer Bolschewismus“ von Johanes Rugolla von Biberstein. Beiden warf Brym in Zusammenarbeit mit Andrea Livnat von hagalil Antisemitismus vor. Zudem hat Brym viele Artikel gegen gegen den von ihm so benannten „rechten Flügel“ innerhalb der Linkspartei geschrieben.
Literatur Fernsehgespräche Buch " Es begann in Altötting
http://www.swb-verlag.de/verlag/buecher/es-begann-in-altoetting/ Rezens... Besprechungen Artikel http://www.ovb-online.de/muehldorf/waldkraiburg/brym-darf-nicht-haus-buc...
TV  Reportagehttp://www.rfo.de/mediathek/39960/Es_begann_in_Alt_ouml_tting_ein_Buch_v...

Andere Bücher " Kosova Kolonie und neoliberales El Doradohttps://www.jpc.de/jpcng/books/detail/-/art/Max-Brym-Kosova-Kolonie-und-...

Schuld ohne Schuld"
http://www.rediroma-verlag.de/index.php?autor=478
TV Opinion Prizren http://m.bhojpurinama.com/trendsplay/eIzCiGAFM0A/Max-Brym-Interview-TV-O...

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Bücher Videos

Es begann in Altötting

Ein linker Jude zwischen Altötting, Waldkraiburg, München und Prishtina…

Es begann in AltöttingVon Agron Sadiku

Der SWB Verlag in Stuttgart hat ein neues Buch unter dem Titel „Es begann in Altötting“ von Max Brym veröffentlicht. Aufgrund eines biologischen Zufalls wurde Max Brym in eine jüdische Familie in dem stockkatholischen oberbayerischen Altötting geboren. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und prickelnd. Man erfährt viel über das Leben von Schoah Überlebenden nach der Befreiung vom Faschismus in Südostoberbayern. Bryms Vater verlor fast die komplette Familie in Auschwitz. Nach der Befreiung vom Faschismus gab es in dem Wallfahrtsort eine relativ starke jüdische Gemeinde.

Max Brym radikalisierte sich Anfang der siebziger Jahre auch aufgrund der Verhältnisse in Altötting und Waldkraiburgsehr stark nach links hin. Zu seiner Person enthüllt Max Brym einige interessante Geheimnisse. Als sehr junger Mensch war er in Altötting und Waldkraiburg, zuerst Mitglied der DKP und nach einem für ihn frustrierendem DDR Aufenthalt, jahrelang Mitglied des „Arbeiterbundes für den Wiederaufbau der KPD“. Später wechselte er zur trotzkistischen Konkurrenz. Das Buch ist voller witziger und humorvoller Geschichten. Über einige Jahre wurde Brym von einem Waldkraiburger CSU Stadtrat „schwarz“ finanziert. Der Herr wollte eine Lebensversicherung gegen die eventl. drohende russische Invasion abschließen. Brym nennt in dem Buch viele Personen aus der örtlichen politischen Prominenz. Darunter den ehemaligen Kreisvorsitzenden der DKP Gerorg Kellner aus Burghausen, aber auch damalige „Arbeiterbuntführer„ wie Harald Haugwitz, aus Altötting und Helge Sommerrock aus München.

Viel kann man darüber lernen wie stark auch die südostoberbayrische Provinz Anfang der siebziger Jahre von den den Auswirkungen der Studentenbewegung betroffen war. Es bildete sich nicht nur die DKP, sondern auch viele unterschiedliche maoistische Gruppen auf dem tiefkatholischen Boden heraus. Intensiv berichtet Brym über die damaligen Auseinandersetzungen in der sogenannten Vertriebenenstadt Waldkraiburg. Personen wie die ehemaligen Bürgermeister Dr. Kriegisch (SPD) und Jochen Fischer ( CSU) kommen vor. Aber das Büchlein ist nicht nur eine Lokalgeschichte. Später zog Brym nach München und traf sich mit so unterschiedlichen Personen wie Enver Hoxha in Albanien, Ernest Mandel in München und Albin Kurti in Prishtina. Brym trat kürzlich aus der SAV aus. Diese neueste Entwicklung findet sich nicht im Buch. Es scheint das Schicksal von Max Brym zu sein, ewig in der linken Dissidentenschar zu verbleiben. Richtig ergreifend sind die Passagen in denen Max Brym sich an seine Eltern erinnert. An den Vater, welcher in Israel verstarb, aber auch an seine verstorbene Mutter.

Immer führte Brym, ob lokal, national und bisweilen international den Kampf gegen den Kapitalismus und Imperialismus. Irrtümer und Fehler verschweigt Max Brym dabei nicht. Stets war er besonders am Kampf gegen den Antisemitismus beteiligt. Brym schrieb jahrelang für die jüdische Zeitung haGalil und war so auch an der Hohmann-Affäre beteiligt. Heute ist Brym Mitglied der Partei die „Linke“ in Bayern. Auch über die Konflikte in diesem Landesverband findet sich viel in dem Buch von Max Brym. Personen wie Fritz Schmalzbauer, Klaus Ernst oder MdB Harald Weinberg, werden benannt.

Für mich als gebürtigem Kosova- Albaner waren insbesondere die Erinnerungen an die albanische Emigration interessant. Max Brym unterstützte lange Zeit die „Bewegung für eine albanische Republik in Jugoslawien“ in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Erhellend sind auch seine Deutschlandreise 2007 mit Hysen Durmishi und Liburn Aliu. Immer verteidigte Brym das Selbstbestimmungsrecht Kosovas. Er traf in seinem Leben Personen wie Hysen Terpeza, Fehmi Ladrovci und andere zum Teil sehr verschiedene Personen.
Ich habe das locker und leicht zu lesende Buch, mit 166 Seiten auf einen Rutsch gelesen.

Max Brym, Es begann in Altötting, SWB Media Publishing 2014, 166 S., Euro 11,80, Bestellen?

Fernsehbeitrag zu Max Brym

Antisemitismus

Kapitalismus

Die serbischen Tschetniks einst und jetzt.

Anmerkungen zur Geschichte der serbischen Rechten

von Max Brym 2006

 

Seit einigen Jahren gibt es bei bestimmten deutschen „Linken“ einige absurde Vorstellungen zu den Vorgängen auf dem Balkan. Am peinlichsten wird es, wenn der aktuelle Konflikt um Kosova mit „historischen Argumenten“ unterlegt wird. Viele betreiben eine Geschichtsbetrachtung die mit der Realität nichts gemein hat. Besonders signifikant tritt dieser Realitätsverlust bei Autoren wie Jürgen Elsässer, Werner Pirker (Junge Welt) und Justus Wermüller (Bahamas) zutage. Es wird geglaubt, „die Serben kämpften gegen Hitlers Faschisten, während alle anderen auf der Seite der Nazis standen“. Deshalb betrachten sie alle Serben als progressiv, weil angeblich „nur die Serben gegen Hitler kämpften“. Bis heute werden Kroaten kollektiv mit der Ustascha gleichgesetzt und die Albaner mit der kleinen SS-Division Skanderbeg. Völlig ausgeblendet wird die reale historische und aktuelle Entwicklung, um am Schluß bei der Behauptung von guten und schlechten Nationen zu landen. Es wird einfach ignoriert: Es gab in der Zeit der Nazibesatzung Jugoslawiens zwei Marionettengebilde: Die Ustascha in Kroatien und das Regime des Generals Nedic in Serbien. Dennoch hat die philoserbische Haltung einiger deutscher „Linker“ reale Gründe. Die Gründe sind allerdings rein deutsch, demzufolge haben sie nichts mit objektiver Geschichtsbetrachtung gemein.

Weiter unter http://www.sopos.org/aufsaetze/40cc550b0b162/1.phtml